Arbeiten mit der 3D-Ansicht

Auswahl von Elementen

mit Mauszeiger überfahren

ausgewähltes Element

Abbildung 3.1: Auswahl eines Elements

Die Auswahl von Elementen in der 3D-Ansicht erfolgt mithilfe der Maus. Um den Vorgang zu erleichtern werden Elemente beim Überfahren mit dem Mauszeiger hervorgehoben, sodass erkennbar ist, welches Element ausgewählt wird.

Selektierte Elemente sind mit einem gelben Rahmen gekennzeichnet, außerdem ist ihr lokales Koordinatensystem sichtbar. Eventuell vorhandene Konnektoren sind sichtbar wenn dessen Element selektiert ist.
Die aktuelle Selektion lässt sich durch Auswählen weiterer Elemente bei gedrückter Shift Taste erweitern. Mithilfe eines Auswahlrahmens lassen sich auch mehrere Objekte selektieren. Bei einfacher Selektion werden nicht nur das ausgewählte Element, sondern alle Elemente intern registriert, welche sich bei Betätigung der Maustaste unterhalb des Mauszeigers befanden. Solange keine neue Selektion vorgenommen wird, kann mit der Tabulator-Taste zwischen den registrierten Elementen weitergeschalten werden.
Eine Selektion bleibt solange bestehen bis ein neues Element ausgewählt, oder die Selektion durch klicken auf einen leeren Bereich der 3D-Ansicht aufgehoben wird.

Hinweis: Selektiert wird immer das vorderste Element unter dem Mauszeiger. Verwenden Sie die Tabulator Taste um verdeckte Objekte auszuwählen.

Elemente erstellen

Die meisten Standardelemente der ESI ITI MKS Mechanik lassen sich interaktiv konstruieren. Drücken Sie dazu die STRG Taste während das Element in der 3D-Ansicht abgelegt wird. Während dieses Vorgangs werden die jeweiligen Dimensionen des Elements durch die Bewegung der Maus definiert, und mit Betätigung der linken Maustaste bestätigt. Als Konstruktionshilfe ist für jeden eindimensionalen Parameter eine Konstruktionsachse vorgegeben, entlang welcher der Wert bei der Bewegung der Maus abgelesen wird. Es ist außerdem möglich mit der Taste D zwischen kontinuierlicher und diskreter Konstruktion umzuschalten. Der Konstruktionsvorgang ist beendet, sobald alle Parameter definiert sind, oder der Vorgang mit der Taste ESC abgebrochen wird.

Objektlage ändern

Verschieben bzw. Drehen eines Objekts erfolgt durch bewegen der Maus bei gedrückter linker Maustaste. Während der interaktiven Transformation stehen Hilfsfunktionen zur Verfügung, die die Arbeit im Dreidimensionalen vereinfachen:

D

Umschalten zwischen diskreter/kontinuierlicher Eingabe

X, Y oder Z

Aktivieren von Bedingungen, die die Transformation entlang definierter Achsen ermöglichen.

Leertaste

Umschalten des Referenzpunktes, dessen Koordinatenachsen für die Bedingungen verwendet werden.

ESC

Der Transformationsvorgang wird abgebrochen.

Hinweis: Hilfsfunktionen werden einmalig aktiviert bzw. deaktiviert. Während der interaktiven Transformation ist es niemals notwendig eine dieser Tasten gedrückt zu halten.

Die vorgenommene Transformation wird durch loslassen der linken Maustaste bestätigt, es sei denn der Vorgang wurde vorher abgebrochen. Die Transformation eines Elementes wird auf alle Nachfolger übertragen, um die kinematische Struktur zu erhalten.

Ein Rotationsvorgang wird für selektierte Objekte mit der Taste R aktiviert. Anschließend kann der Vorgang durch klicken und halten an einer beliebigen Stelle der 3D-Ansicht durchgeführt werden.

Ohne definierte Bedingung erfolgt die Rotation um die Sichtachse, mit den entsprechenden Tasten X, Y, und Z erfolgt die Rotation um die jeweilige Achse des gewählten Referenzkoordinatensystems. Als Referenz dient standardmäßig das Koordinatensystem des Körpers selber. Zusätzlich kann das Koordinatensystem des Eingabe-Konnektors, sowie, falls das Element verbunden ist, des Ausgabe-Konnektors des Vorgängers und das Koordinatensystem des Vorgängers ausgewählt werden.

Um ein Element zu verschieben kann es an seinen Konnektoren angefasst und bewegt werden. Mithilfe der zuschaltbaren Bedingungen erfolgt die Verschiebung entlang der jeweiligen Koordinatenachse des Referenzsystems. Die Bedingungen lassen sich hier auch kombinieren, um das Element entlang einer Koordinatenebene zu bewegen. Als Referenzsystem stehen hier das Körperkoordinatensystem sowie das globale Koordinatensystem zur Verfügung.

Abbildung 3.2: Element verschieben entlang einer Achse

Hinweis: Beachten Sie während die interaktiven Transformation die Ausgabe am unteren Bildschirmrand. Sie enthält Informationen über aktivierte Hilfsfunktionen.

Elemente verbinden

Zum Verbinden von Elementen in der 3D-Ansicht stehen die 3D-Konnektoren zur Verfügung: durch einfaches übereinanderlegen von passenden Konnektoren lassen sich zwei Objekte verbinden. Dabei werden die beiden Objekte an ihren Konnektoren zueinander ausgerichtet. Mit der Taste STRG lässt sich die automatische Rotation unterdrücken: die Konnektoren werden nur in ihrer Position ausgerichtet.

Elemente trennen

Ein verbundenes Element wird an einem seiner Konnektoren angefasst, und von der Verbindung weggezogen.

Das Wegziehen am Eingangs-Konnektor trennt das Element von seinem Vorgänger, aber nicht von seinen Nachfolgern. Die Nachfolger werden mit dem Element verschoben.

Das Wegziehen am Ausgang-Konnektor trennt das Element von allen bestehenden Verbindungen.

Die Rotation eines Elementes erhält alle bestehenden Verbindungen. Um ein Element zu verschieben ohne seine Verbindungen zu trennen, kann die Shift-Taste beim initiieren des Verschiebevorgangs gedrückt werden.

Abbildung 3.3: Trennen von Elementen: durch Wegziehen des Elements an seinem Eingabekonnektor wird die Verbindung zum Vorgänger getrennt, Nachfolger bleiben verbunden und werden entsprechend mitbewegt.

Trajektorien

Während der Animation lassen sich die Bewegungsspuren von beliebigen 3D Objekten darstellen.

Diese Funktion kann in den 3D Einstellungen für ein oder mehrere Elemente zu jedem Zeitpunkt aktiviert bzw. deaktiviert werden. Die Daten für die Trajektorien stützen sich nicht auf die aufgezeichneten Ergebnisverläufe des Modells, sondern werden separat in der 3D Ansicht gespeichert und verwaltet. Von daher ist, neben der Einstellung 'Auflösung' der Trajektorien selber, die Auflösung der Animation für eine glatte und gleichmäßige Bewegungsspur von Bedeutung.

Gegebenenfalls ist es ratsam, die Animationsgeschwindigkeit zu reduzieren. Grob aufgelöste Trajektorien werden bei mehreren Animationsdurchläufen weiter verfeinert, falls möglich.

Abbildung 3.4: Beispielmodell "Centrifugal Governor" mit Trajektorien